Wohnkultur: Die ?sthetische Sch?nheit

Interaktive Reise zur ?Stilkultur des Wohnens? ? Diskussionsbeitrag mit Immobilienexperten Eric Mozanowski aus Stuttgart

Die ?sthetische Sch?nheit obliegt allen Gegenst?nden, die von jeglichem raumf?llenden Mobiliar befreit sind. Es d?rfte deshalb auch kaum ein Zufall sein, dass die Kreativit?t der K?nstler gegenw?rtig vollem Aufschwung erleben. Eric Mozanowski, erfahrener Immobilienkaufmann sowie Autor des Fachwerks ?Investieren in Denkmale? nimmt in regelm??igen Seminar- und Weiterbildungsveranstaltungen die eingeladenen Teilnehmer und Interessierten mit auf interaktive Reisen durch verschiedene Zeitepochen und deren Wohnkulturen. Eric Mozanowski wei? aus der praxisnahen Erfahrungen, dass nicht nur im Denkmalschutz und der Denkmalpflege sich Stellenwert und Ziel im Laufe der Jahrhunderte ver?ndert haben, sondern dies im Besonderen auch auf den Stil der Wohnkultur zutrifft. >>Lebst du schon oder wohnst du noch<<, so ein bekannter Werbespruch, der das heute in der Stilkultur des Wohnens stark gepr?gt hat. ?Jeder, der dem Rahmen seines t?glichen Lebens eine besondere harmonische, erlesene und pers?nliche Note zu geben versucht, steht vor der Qual der Wahl. Schnelle Ver?nderungen pr?gen die Gesellschaft. Mittlerweile ist der Gegensatz Landleben Stadtleben l?ngst ?berholt ist. St?dte erleben einen sogenannten gr?nen Boom, denn die Stadtbewohner und Metropolen fordern eine Renaturierung: D?cher begr?nt, Terrassen zu Pflanzparadiesen, kanalisierte Fl?sse bekommen begehbare Ufer und in Stadtparks entstehen nat?rlich belassene Fl?chen?, f?hrt Immobilienexperte Eric Mozanowski in die Diskussionsrunde ein.

Wohnkultur: Fortschritt und Individualismus

Die ?sthetische Sch?nheit ? Diskussionsbeitrag Eric Mozanwoski, Immobilienkaufmann aus Stuttgart
Die ?sthetische Sch?nheit ? Diskussionsbeitrag Eric Mozanwoski, Immobilienkaufmann aus Stuttgart

Die traditionellen K?nste, die Teppichweberei, Fenstermalerei, die man untergegangen w?hnte, erleben eine Renaissance. Malerei, Skulptur, Keramik, Silber sind Gegenstand neuer Studien, neuer Versuche, neuer Erfahrungen. ?Es ist bemerkenswert, wie im selben Augenblick, in dem der M?belbau zu einer automobilbau?hnlichen Massenindustrie geworden ist, die Kunst zu ihren handwerklichen Quellen zur?ckkehrt und sich von der Serienfabrikation abwendet. Ist es vielleicht ?hnlich wie im 19. Jahrhundert, als auf dem Fortschritt eine Sehnsuchtswelle folgte? Die Dampfmaschinen eroberten die St?dte und der Fabrikarbeiter l?ste den Bauern ab. Fast gleichzeitig entstand der Wunsch nach Natur und die Naturbewegung war geboren?, so Eric Mozanwoski. Besondere Liebe wird dem Mythos des deutschen Waldes mit starker ?berzeugung ungebrochen entgegenbracht. Geschichtlich betrachtet orientierte sich die Epoche der Romantik schon nicht an der Natur selbst, sondern nur von der Vorstellung an die Natur. Eric Mozanwoski gibt zu bedenken, dass somit das Streben der K?nstler das unwiederholbare, von allen Dingen unterscheidbare Original schaffen m?chte. Daher seine irrationalen, unlogischen, absichtlich unvollendeten Formen, die sich der Maschine entgegenstellen zu scheinen? Oder auch eine gewisse absichtliche Unfertigkeit, die der unmenschlichen Perfektion des industriellen Objekts so krass entgegensteht?

Dies nicht die einzige Einstellung des K?nstlers. Eric Mozanwoski lenkt den Blick der Teilnehmer in eine andere sch?pferische Str?mung dieser Zeit, die bis heute bestand hat. Diese versucht sich die fortschrittlichsten Entwicklungen von Wissenschaft und Technik untertan zu machen. Film, Fotografie, Elektronik, die Kunststoffe werden zum Gegenstand neuer k?nstlerischer Aktivit?t, die die Menschheit verwirren k?nnen, w?re sie nicht schon tief im Kunstschaffen heutiger Zeit verankert. ?Ver?nderliche Bildexponate, mobile Skulpturen, gewisse Filmprojektionen sind noch zu neu, als dass wir sie mit Sicherheit qualifizieren k?nnen. Aber wir f?hlen uns bereit, dass sie innigst mit unserem Wohnstil von morgen verschmelzen, als dessen Elemente wir sie eins nach dem anderen entstehen sehen. Die vielen Versuche k?nnen uns jedenfalls beweisen, dass das Wohnen der Zukunft vom anonymen Zellendasein weit entfernt ist und die Kunst einen au?ergew?hnlichen Platz einr?umt. Vielleicht werden wir dann entdecken, dass die Dekoration, wie wir sie seit f?nf oder sechs Jahrhunderten erleben, nur eine Etappe auf dem Weg zu h?heren und besseren Konzepten des Wohnens ist?, so Eric Mozanowski im Austausch in der offenen Diskussionsrunde.

Fazit: Alle wollen in der Stadt leben und vermissen dann die Natur? Oder: Wohnen bitte modern und funktional eingerichtet sein, doch individuell und k?nstlerisch einmalig!

?Alte M?bel werden uns vielleicht nur noch wie platzraubende, unn?tige Objekte, wie ungeschickte Versuche vorkommen. Wenn man heute bereits einen Boule-Schrank neben die Werke gewisser junger Stilisten stellt, dann wirken sie f?r manch einen Menschen der modernen Generation pr?tenti?s. Die sch?nen Emaillearbeiten der Renaissance, die entz?ckendsten Porzellane des 18.?Jahrhunderts sind, mit modernen Kunstgegenst?nden verglichen, nicht weit davon entfernt, an die kindlich anmutenden Sch?tze der Merowinger K?nige zu erinnern?, fordert der Veranstalter Eric Mozanwoski die Teilnehmerrunde zu weiteren Diskussionsans?tzen auf.

Je mehr wir ?ber Kunst nachdenken, desto n?her liegt die Vermutung, dass die komplizierten Einrichtungen unserer Wohnungen hier zum Hindernis wurden, w?hrend es nur nat?rlich ist, dass die umgebenden Rahmen hinter den Kunstwerken zur?cktreten werden. St?dter und Metropolen m?chten die Natur um sich haben, der gr?ne Lebensstil in den St?dten tr?gt zudem massiv positiv zur Klimaver?nderung bei. Ist die Stadt gr?n, brauchen die Bewohner nicht mehr am Wochenende auf`s Land fliehen, denn die Zeit der unertr?glich verdichteten St?dte ist vorbei. Hierzu f?hrt Immobilienkaufmann Eric Mozanowski als Beispiel Berlin an, dass dort im ?ffentlichen Raum Obstb?ume gepflanzt wurden und die Bev?lkerung die Ernte genie?en k?nnen. Weiteren Hinweis f?r die Umkehrung Stadt/Land best?tigt sich darin, dass immer mehr Honig mittlerweile in den St?dten gewonnen wird. Dieser ist qualitativ nicht schlechter als der sogenannte Landhonig, denn in St?dten werden in den Gr?nfl?chen seltener Pflanzenschutzmittel eingesetzt.

V.i.S.d.P.:
Eric Mozanowski

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